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Die Berliner Erklärung und ihre Folgen

Die Berliner und Mülheimer Erklärungen von 1909 markierten einen Bruch zwischen der Pfingstbewegung und den übrigen evangelischen Kirchen, der auf offizieller Ebene erst 1996 mit der Kasseler Erklärung überbrückt wurde. Im Januar 2009 folgte eine gemeinsame Erklärung des Gnadauer Gemeinschaftsverbands und des Mülheimer Verbands. Im Folgenden sind alle vier Erklärungen zur Dokumentation wiedergegeben.

 

s. auch Tagung des IAKP/VFF: 100 Jahre Berliner Erklärung

 

 

1. Die Berliner Erklärung

Die unterzeichneten Brüder erheben warnend ihre Stimme gegen die sogenannte Pfingstbewegung.

  1. Wir sind nach ernster gemeinsamer Prüfung eines umfangreichen und zuverlässigen Materials vor dem Herrn zu folgendem Ergebnis gekommen:

    1. Die Bewegung steht in untrennbarem Zusammenhang mit der Bewegung von Los Angeles, Christiania, Hamburg, Kassel, Großalmerode. Die Versuche, diesen Zusammenhang zu leugnen, scheitern an den vorliegenden Tatsachen.

    2. Die sogen. Pfingstbewegung ist nicht von oben, sondern von unten; sie hat viele Erscheinungen mit dem Spiritismus gemein. Es wirken in ihr Dämonen, welche, vom Satan mit List geleitet, Lüge und Wahrheit vermengen, um die Kinder Gottes zu verführen. In vielen Fällen haben sich die sogenannten „Geistbegabten“ nachträglich als besessen erwiesen.

    3. An der Überzeugung, daß diese Bewegung von unten her ist, kann die persönliche Treue und Hingebung einzelner führender Geschwister nicht irre machen, auch nicht die Heilungen, Zungen, Weissagungen usw., von denen die Bewegung begleitet ist. Schon oft sind solche Zeichen mit ähnlichen Bewegungen verbunden gewesen, z. B. mit dem Irvingianismus, ja selbst mit der „christlichen Wissenschaft“ (Christian Science) und dem Spiritismus.

    4. Der Geist in dieser Bewegung bringt geistige und körperliche Machtwirkungen hervor; dennoch ist es ein falscher Geist. Er hat sich als ein solcher entlarvt. Die häßlichen Erscheinungen, wie Hinstürzen, Gesichtszuckungen, Zittern, Schreien, widerliches, lautes Lachen usw. treten auch diesmal in Versammlungen auf. Wir lassen dahingestellt, wieviel davon als dämonisch, wieviel hysterisch oder seelisch ist, - gottgewirkt sind solche Erscheinungen nicht.

    5. Der Geist dieser Bewegung führt sich durch das Wort Gottes ein, drängt es aber in den Hintergrund durch sogenannte „Weissagungen“. Vgl. 2. Chron. 18, 18-22. Überhaupt liegt in diesen Weissagungen eine große Gefahr; nicht nur haben sich in ihnen handgreifliche Widersprüche herausgestellt, sondern sie bringen da und dort Brüder und ihre ganze Arbeit in sklavische Abhängigkeit von diesen „Botschaften“. In der Art ihrer Übermittelung gleichen die letzteren den Botschaften spiritistischer Medien. Die Übermittler sind meist Frauen. Das hat an verschiedenen Punkten der Bewegung dahin geführt, daß gegen die klaren Weisungen der Schrift Frauen, sogar junge Mädchen leitend im Mittelpunkt stehen.

  2. Eine derartige Bewegung als von Gott geschenkt anzuerkennen, ist uns unmöglich. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, daß in den Versammlungen die Verkündigung des Wortes Gottes durch die demselben innewohnende Kraft Früchte bringt. Unerfahrene Geschwister lassen sich durch solche Segnungen des Wortes Gottes täuschen. Diese ändern aber an dem Lügencharakter der ganzen Bewegung nichts, vgl. 2. Kor. 11,3.4.14

  3. Die Gemeinde Gottes in Deutschland hat Grund, sich tief zu beugen darüber, daß diese Bewegung Aufnahme finden konnte. Wir alle stellen uns wegen unserer Mängel und Versäumnisse, besonders auch in der Fürbitte, mit unter diese Schuld. Der Mangel an biblischer Erkenntnis und Gründung, an heiligem Ernste und Wachsamkeit, eine oberflächliche Auffassung von Sünde und Gnade, von Bekehrung und Wiedergeburt, eine willkürliche Auslegung der Bibel, die Lust an neuen aufregenden Erscheinungen, die Neigung zu Übertreibungen, vor allem aber auch Selbstüberhebung, - das alles hat dieser Bewegung die Wege geebnet.

  4. Insonderheit aber ist die unbiblische Lehre vom sogen. „reinen Herzen“ für viele Kreise verhängnisvoll und für die sogen. Pfingstbewegung förderlich geworden. Es handelt sich dabei um den Irrtum, als sei die „innewohnende Sünde“ in einem begnadigten und geheiligten Christen ausgerottet.
    Wir halten fest an der Wahrheit, daß der Herr die Seinigen vor jedem Straucheln und Fallen bewahren will und kann (1.Thess. 5,23; Jud. 24.25; Hebr. 13,21), und daß dieselben Macht haben, durch den Heiligen Geist über die Sünde zu herrschen. Aber ein „reines“ Herz, das darüber hinausgeht, auch bei gottgeschenkter, dauernder Bewahrung mit Paulus demütig sprechen zu müssen: „Ich bin mir selbst nichts bewußt, aber dadurch bin ich nicht gerechtfertigt“, empfängt der Mensch überhaupt auf Erden nicht. Auch der gefördertste Christ hat sich zu beugen vor dem Gott, der allein Richter ist über den wahren Zustand der Herzen, vgl. 1. Kor 4,4. ‚Wenn wir sagen, daß wir Sünde nicht haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns’, 1. Joh. 1,8.
    In Wahrheit empfängt der Gläubige in Christo ein fleckenlos gereinigtes Herz, aber die Irrlehre, daß das Herz in sich einen Zustand der Sündlosigkeit erreichen könne, hat schon viele Kinder Gottes unter den Fluch der Unaufrichtigkeit gegenüber der Sünde gebracht, hat sie getäuscht über Sünden, die noch in ihrer Gedankenwelt, in ihren Versäumnissen oder in ihrem Zurückbleiben hinter den hohen Geboten Gottes in ihrem Leben liegen. Es kann nicht genug ermahnt werden, für die Sünde ein Auge sich zu bewahren, welches nicht getrübt ist durch eine menschlich gemachte Heiligung oder durch eine eingebildete Lehre von der Hinwegnahme der Sündennatur. Mangelnde Beugung über eigene Sünde verschließt den Weg zu neuen Segnungen und bringt unter den Einfluß des Feindes. Traurige Erfahrungen in der Gegenwart zeigen, daß da, wo man einen Zustand von Sündlosigkeit erreicht zu haben behauptet, der Gläubige dahin kommen kann, daß er nicht mehr fähig ist, einen Irrtum zuzugeben, geschweige denn zu bekennen. Eine weitere traurige Folge falscher Heiligungslehre ist die mit ihr verbundene Herabsetzung des biblischen, gottgewollten ehelichen Lebens, indem man mancherorts den ehelichen Verkehr zwischen Mann und Frau als unvereinbar mit wahrer Heiligung hinstellt, vgl. 1. Mose 1,28 und Eph 5,31.

  5. In der sogen. Pfingstbewegung steht in Deutschland P. Paul als Führer vor der Öffentlichkeit. Er ist zugleich der Hauptvertreter der vorstehend abgewiesenen unbiblischen Lehren. Wir lieben ihn alBruder und wünschen, ihm und der Schar seiner Anhänger in Wahrheit zu dienen. Es ist uns ein Schmerz, gegen ihn öffentlich Stellung nehmen zu müssen. An Aussprache mit ihm und an Ermahnungen im engeren und weiteren Brüderkreise hat es nicht gefehlt. Nachdem alles vergeblich war, müssen wir nun um seinet- und der Sache Gottes willen hiermit aussprechen: Wir, die unterzeichneten Brüder, können ihn als Führer und Lehrer in der Gemeinde Jesu nicht mehr anerkennen. Wir befehlen ihn in Liebe, Glaube und Hoffnung der zurechtbringenden Gnade des Herrn.

  6. Wir glauben, daß es nur Ein Pfingsten gegeben hat, Apgsch. 2. Wir glauben an den Heiligen Geist, welcher in der Gemeinde Jesu bleiben wird in Ewigkeit, vgl. Joh. 14,16. Wir sind darüber klar, daß die Gemeinde Gottes immer wieder erneute Gnadenheimsuchungen des Heiligen Geistes erhalten hat und bedarf. Jedem einzelnen gilt die Mahnung des Apostels: ‚Werdet voll Geistes!’ Eph 5,18. Der Weg dazu ist und bleibt völlige Gemeinschaft mit dem gekreuzigten, auferstandenen und erhöhten Herrn. In Ihm wohnt die Fülle des Geistes leibhaftig, aus der wir nehmen Gnade um Gnade. Wir erwarten nicht ein neues Pfingsten; wir warten auf den wiederkommenden Herrn.
    Wir bitten hierdurch alle unsere Geschwister um des Herrn und seiner Sache willen, welche Satan verderben will: Haltet euch von dieser Bewegung fern! Wer aber von euch unter die Macht dieses Geistes geraten ist, der sage sich los und bitte Gott um Vergebung und Befreiung. Verzaget nicht in den Kämpfen, durch welche dann vielleicht mancher hindurchgehen wird. Satan wird seine Herrschaft nicht leichten Kaufes aufgeben. Aber seid gewiß: Der Herr trägt hindurch! Er hat schon manchen frei gemacht und will euch die wahre Geistesausrüstung geben.
    Unsere feste Zuversicht in dieser schweren Zeit ist diese: Gottes Volk wird aus diesen Kämpfen gesegnet hervorgehen! Das dürft auch ihr, l. Geschw., euch sagen, die ihr erschüttert vor den Tatsachen steht, vor welche unsere Worte euch stellen. Der Herr wird den Einfältigen und Demütigen Licht geben und sie stärken und bewahren.
    Wir verlassen uns auf Jesum, den Erzhirten. Wenn jeder dem Herrn und seinem Worte den Platz einräumt, der ihm gebührt, so wird er das Werk seines Geistes, das er in Deutschland so gnadenreich angefangen hat, zu seinem herrlichen, gottgewollten Ziele durchführen. Wir verlassen uns auf ihn, der da spricht: ‚Meine Kinder und das Werk meiner Hände lasset mir anbefohlen sein!’ Jes. 45,11 (wörtl. Übers.)

Berlin, den 15. September 1909.

(Aus: Fleisch, Paul: Geschichte der Pfingstbewegung in Deutschland von 1900 bis 1950. Marburg an der Lahn: Francke-Buchhandlung, 1983. S. 112-115.)

Unterschrieben hatten: Bähren, Hannover; Bartsch, Charlottenburg; Blecher; A.Dallmeyer; Broda, Gelsenkirchen; Dolman; Engel, Neurode; Evers, Frank, Hamburg; Grote, Oberfischbach; Hermann, Berlin; Heydorn; Huhn, Freienwalde; Ihloff; Jörn, Berlin; Kmitta; Knippel; Köhler, Berlin; Graf Korff; Kühn, Gr.-Lichterfelde; Lammert, Berlin; Lohe; K. Mascher; Fr. Mascher, Lehe; Meister, Waldenburg; Merten, Elberfeld; Michaelis; von Patow; Rohrbach; von Rothkirch; Rudersdorf, Düsseldorf; Ruprecht, Herischdorf; Sartorius; Scharwächter; Schiefer, Neukirchen; Schopf, Witten; Schrenk; Schütz, Berlin; Schütz, Rawitsch; Seitz; Simoleit, Berlin; Stockmayer; v.Tiele-Winckler; Thiemann, von Tresckow; v. Thümmler; M.Urban; Urbschat, Hela; Vasel; v. Viebahn; Wächter, Frankfurt; Wallraff, Berlin; Warns, Berlin; Wittekindt; Wüsten, Görlitz; v. Zastrow, Gr. Breesen. Zustimmungen wurden erbeten an Wittekindt in Wernigerode.

 

2. Die Mülheimer Erklärung (1909)

Nachdem uns von den am 15. Sept. in Berlin versammelten Brüdern eine Erklärung gegen die sogenannte Pfingstbewegung zugesandt worden ist, fühlen wir uns veranlaßt, unsern Standpunkt zu derselben klarzulegen.

Vor allen Dingen ist es uns Bedürfnis zu betonen, daß wir uns mit den teuren Brüdern völlig eins wissen in der Liebe zu Jesus, unserem gemeinsamen Haupt. Wir wollen fleißig sein zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Daher liegt uns der Gedanke fern, irgendwie auf eine Spaltung oder Trennung der Gemeinde Gottes hinzuarbeiten. Im Gegenteil ist es uns ein tiefes Bedürfnis, mit dem ganzen Volke Gottes in brüderlicher Verbindung zu bleiben.

Zu der Erklärung selbst bemerken wir folgendes:

  1. Wir danken dem Herrn für die jetzige Geistesbewegung. Wir sehen sie an als den Anfang der göttlichen Antwort auf die jahrelangen Glaubensgebete um eine weltumfassende Erweckung. Wir erkennen also in ihr eine Gabe von oben und nicht von unten.
    Was ist der Grundzug und die treibende Kraft in dieser Bewegung? Es ist die Liebe zu Jesus und der Wunsch, daß Er voll und ganz zu Seinem Rechte in, an und durch uns komme. Wir wollen nichts anderes, als daß Er verherrlicht werde. Der Zweck dieser Bewegung ist, daß das Blut Jesu durch völlige Erlösung Seine Kraft beweise und daß der Heilige Geist Raum und Herrschaft gewinne, um uns zuzubereiten für das Kommen des Herrn.
    Im einzelnen möchten wir hervorheben, daß selbstverständlich auch in dieser Bewegung sich nicht nur Göttliches, sondern auch Seelisches, beziehungsweise Menschliches und unter Umständen auch Dämonisches geltend macht. Es ist das eine Erscheinung, die wir bei jeder Erweckung finden.
    Was die in jener Erklärung erwähnten „körperlichen Machtwirkungen“ anbetrifft, sind wir weit davon entfernt, sie alle ohne Unterschied als göttliche Wirkungen zu bezeichnen; deshalb brauchen sie aber nicht dämonischen Ursprungs zu sein. Es kommt eben sehr viel darauf an, wie sich das Gefäß den Einwirkungen des Heiligen Geistes gegenüber verhält. Der Mensch ist keine Maschine. Er kann je nach seiner inneren Stellung dem Heiligen Geist widerstreben, oder auch in fleischlicher Weise nachzuhelfen suchen und so entsteht ein böses Gemisch von Göttlichem und Menschlichem, das vielfach Anstoß gegeben hat, und mit Recht.
    Anderseits wollen wir nicht vergessen, daß auch die Heilige Schrift auffallende körperliche Erscheinungen kennt. Als die 120 in Jerusalem mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden, hat man zweifelsohne an ihnen auffallende Erscheinungen beobachten können, vergleiche Vers 33 „was ihr sehet und höret“. Das bloße Reden in fremden Sprachen konnte nicht den Eindruck der Trunkenheit hervorrufen. Ebenso sagt auch Paulus 1. Kor. 14,23, daß das Zungenreden auf Uneingeweihte einen abstoßenden Eindruck machen könne. In diesem allen sieht die Heilige Schrift keineswegs das Wirken eines fremden Geistes.
    Besondere Beanstandung haben die hin und her festgestellten sogen. falschen Weissagungen erfahren. Das ist in der Tat ein Punkt, auf dem wir bei unserer allgemeinen Unerfahrenheit auf diesem Gebiet noch viel zu lernen haben werden. Aber die Heilige Schrift wird uns auch hierbei nicht ohne Rat und Aufklärung lassen.
    In dieser Beziehung sind die Erlebnisse des Apostel Paulus auf seiner letzten Reise nach Jerusalem sehr lehrreich, vergl. Ap. 20,21 bis 21,14. Er fühlt sich im Geist gebunden nach Jerusalem hinaufzuziehen, obwohl der Heilige Geist ihm in allen Städten bezeugt, daß Bande und Trübsale seiner daselbst warten. In Tyrus aber sagen ihm einige Jünger durch den Geist, er solle nicht nach Jerusalem ziehen (Kap.21.4), und in Cäsarea weissagt ihm Agabus, daß er in Jerusalem gebunden und in der Heiden Hände würde überantwortet werden, (V.10-11). Was hätte Paulus bei diesen sich scheinbar widersprechenden Weissagungen tun müssen, wenn er nicht mit der Möglichkeit gerechnet hätte, daß auch Propheten irren können? Er hätte die einen oder den andern als falsche Propheten bezeichnen und demgemäß behandeln müssen. Wir lesen aber nicht, daß Paulus daran denkt, daß irgend ein Lügengeist von ihnen Besitz genommen haben könne, sondern er handelt nach der Anweisung, die er uns Röm. 12,7; 1. Thess. 5,20-21 und 1. Kor.14,29 gibt: Er verachtet nicht, was die Brüder ihm nach bester Meinung sagen, aber er prüft ihre Weissagungen, um zu erkennen, welches für ihn der Wille Gottes sei.
    Ein charakteristisches Beispiel dafür, daß Propheten irren, ja schlimme Dinge tun können, haben wir in 1. Könige 13, wo der ungenannte alte Prophet zuerst log (V.18) und dann doch eine echte, göttliche Weissagung erhielt (V.20 ff.).
    Wir erinnern weiter an Nathan, 2. Sam 7. Zuerst als David ihm seinen Plan, dem Herrn ein Haus zu bauen, enthüllte, stimmte er ihm durchaus zu, darnach aber empfing er in der Nacht ein Wort vom Herrn, das gerade das Gegenteil aussprach.
    Aus solchen Vorgängen sehen wir, daß wir sorgfältig unterscheiden müssen zwischen dem, was Gott je und je durch Seinen Geist einem Propheten gibt, und dem, was dieser selbst aus seinen eigenen Gedanken hervorbringen und event. hinzutun kann. Hierauf weist uns auch, was Paulus 1. Kor.14,32 sagt. Wer ist nach diesem Wort der Weissagende? Offenbar der Geist des Propheten. Gott läßt also nicht in der Weise weissagen, daß er einen Propheten zur bloßen Maschine macht, sondern Er benutzt den Geist des Propheten. Was unter diesem Geist des Propheten zu verstehen ist, geht aus V. 14 hervor. Dort unterscheidet Paulus, nach Luthers Übersetzung, den Sinn und den Geist eines Menschen. Unter dem Sinn versteht er das bewußte, und unter Geist das unbewußte Geistesleben des Menschen. In dieses unbewußte Geistesleben (modern auch „Unterbewußtsein“ genannt), legt Gott die Gabe des Zungenredens oder der Weissagung nieder. Diese Gaben sind göttliche, anvertraute Schätze. Bei richtigem Gebrauch sollten sie niemals anders angewandt werden, als wenn der Heilige Geist von oben dazu Leitung und Auftrag gibt. Nun aber besteht zwischen unserem bewußten und unbewußten Geistesleben durch unsere Persönlichkeit ein natürlicher Zusammenhang. Was wir im bewußten Geistesleben denken oder wollen, schlägt sich, ohne daß wir es merken, in dem unbewußten Geistesleben nieder. Daher kommt es, daß der Prophet selbst auf seinen „Geist“ einen Einfluß ausüben kann. Das eben meint Paulus, wenn er sagt, daß die Geister der Propheten den Propheten untertan sind.
    Halten wir diese Richtlinie fest, so ergibt sich daraus folgendes: Wenn der Heilige Geist von oben den Propheten voll und ganz hinnehmen und beherrschen kann, so wird ihm nun eine göttliche Botschaft anvertraut, die niedergelegt wird in seinem unbewußten Geistesleben, die nun in prophetischer Rede von ihm ausgesprochen wird. Es kommt daher alles darauf an, ob ein mit Prophetengabe ausgerüsteter Mensch allein vom Geiste Gottes abhängig ist oder nicht. Hieraus erklärt sich der vorhin aus Ap. 21,4 angeführte Vorgang, als jene Brüder dem Paulus sagten durch den Geist, er solle nicht nach Jerusalem hinaufgehen. Offenbar hatten sie etwas Göttlich-richtiges erkannt, nämlich, daß ihm Trübsal und Bande bevorstanden; aber weil sie sich in den Gedanken nicht finden konnten, daß Paulus gefangen genommen werden sollte, gaben sie ihre Botschaft nicht rein göttlich wieder, sondern der in ihrem bewußten Geistesleben gehegte Wunsch, den Apostel zu behalten, wurde der Vater des Gedankens, Paulus solle nicht nach Jerusalem ziehen. Auf diese Weise erklären sich manche betrübende Vorkommnisse, die sich auf dem Gebiete der unrichtigen Weissagungen je und je ereignet haben. Wir sind fern davon, jede Weissagung, die von einem Geistgetauften ausgesprochen wird, von vornherein als göttlich anzuerkennen, sondern wir prüfen sie vielmehr nach den eben besprochenen biblischen Richtlinien. Daraus geht auch hervor, daß wir den Weissagungen nicht einen solchen Wert beilegen können, daß wir etwa eine ganze Reichsgottesarbeit, wie man anzunehmen scheint, in die Abhängigkeit von solchen Botschaften stellen würden. Im Gegenteil würden wir, wo wir solches vorfänden, dies als eine Verirrung bezeichnen. Außerdem ist zu bedenken, daß der Inhalt der Weissagungen in der Regel Erbauung, Tröstung und Ermahnung für die Gemeinde enthält (1.Kor. 14,3).
    Fassen wir dies Ergebnis zusammen, so sehen wir, dass die Gefahr menschlicher Einwirkung in erster Linie und dämonischer Beeinflussung erst in zweiter Linie kommen kann. Aufgrund der Schrift haben wir also nicht ohne weiteres das Recht, dort einen Dämon zu vermuten, wo eine Weissagung abgegeben wurde, die sich irgendwie als irrig erweist. Daß dann und wann Besessenheit sich gezeigt haben mag, wollen wir durchaus nicht in Abrede stellen. Wo dies aber vorgekommen ist, lag wohl jedesmal ein besonderer ursächlicher Zusammenhang vor, und, wo dieser gehoben wurde, ist noch stets Befreiung eingetreten.
    Jedenfalls dürfen wir aus unserer Erfahrung heraus mit demütigem Dank gegen Gott bezeugen, daß wir uns in dieser Pfingstbewegung auf der Linie befinden, welche Mark.16,17ff. gezeichnet ist: „Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas tötliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird’s besser mit ihnen werden.“

  2. Hinsichtlich der uns zur Last gelegten Irrlehre, das „reine Herz“ betreffend, weisen wir darauf hin, daß in der Erklärung die Lehre von Pastor Paul über jenen Punkt unrichtig dargestellt ist. Es wird darin gesagt, dass der Gläubige wohl „in Christo ein fleckenlos gereinigtes Herz empfange“, daß es aber Pastor Pauls Irrlehre sei, „daß das Herz in sich einen Zustand der Sündlosigkeit erreichen könne.“ In Wirklichkeit hat aber Pastor Paul, wie jeder, der ihn näher kennt, wohl weiß, in Wort und Schrift immer wieder stark betont, daß man nur in Christo und nicht in sich von der Sünde gereinigt sei, und hat sich ausdrücklich gegen den ihm unterschobenen Ausdruck „Sündlosigkeit“ verwahrt und zwar aus dem Grunde, weil er gerade den Gedanken ablehnen wollte, als könne jemand losgelöst von Christo, von der Sünde frei sein, und als sei man nicht mehr fähig, in eine Sünde hineinzugeraten.
    Man hat sich in der Erklärung darauf berufen, daß man mit Pastor Paul erfolglos verhandelt habe. Jedoch hat sich derselbe gerade bei diesen Verhandlungen bemüht, deutlich hervorzuheben, daß auch ein in Christo Geheiligter immer wieder von der Sünde hingerissen werden könne, wenn er nicht in Christo bleibt. Wir haben bis ans Ende nur Sicherheit unter der beständigen Deckung des Blutes. Die Brüder haben sich in ihrer Darstellung tatsächlich eines Irrtums schuldig gemacht, für dessen Korrektur wir ihnen herzlich dankbar sein würden. Denn Pastor Paul hat nichts anderes gelehrt, als was auch die Erklärung sagt, daß „der Gläubige in Christo ein fleckenlos gereinigtes Herz habe“.
    Ebenso irrtümlich ist auch die dem Pastor Paul unterschobene Ansicht über das eheliche Leben, wie sich aus den betreffenden, in der Heiligung abgedruckten Ausführungen desselben sofort nachweisen läßt. Er hat nur darauf hingewiesen, daß man auch im Eheleben nicht dem Fleische leben, sondern unter der Leitung des Heiligen Geistes stehen müsse. Auch ist es uns nicht bekannt, daß irgendwo in unseren Kreisen die angeführte falsche Anschauung vorgetragen würde, könnten es auch nicht billigen, wenn es irgendwo geschähe.

  3. Wir müssen um der Wahrheit willen noch hervorheben, daß viele Dinge, welche man der Pfingstbewegung zur Last legt, sich bei vorurteilsfreier, genauer Prüfung keineswegs als „zuverlässiges Material“ erweisen, sondern auf falschen Gerüchten oder Mißverständnissen oder einseitigen, oft auch falschen Darstellungen beruhen. Insbesondere sind grobe Irrtümer dadurch entstanden, daß man die Geister der mit Gaben ausgerüsteten Geschwister auf eine ganz falsche Weise zu prüfen suchte. Man hat in ihnen, wie bei spiritistischen Medien, einen „Geist“ vermutet und angeredet, während es sich hier doch um eine durch den Heiligen Geist in den Tiefen ihres Geisteslebens geweckte Geistesgabe handelt. So ist es nur zu erklärlich, daß die geprüften Geschwister aus der Einfalt des Glaubens fielen und verwirrt wurden. Die durch solch unbiblisches Vorgehen angerichtete Verwirrung darf nicht der Pfingstbewegung, sondern der menschlichen Unwissenheit zugeschrieben werden.
    Wir legen hiermit feierlich und öffentlich das Bekenntnis ab, daß der Geist, der uns beim Zungenreden, Weissagen und den anderen Geistesgaben beseelt, sich nach 1. Joh. 4,2; und 1. Kor. 12,3 dazu bekennt, daß Jesus Christus ins Fleisch gekommen ist, und daß Er der Herr ist, dem wir mit ganzem Herzen dienen und zu dessen Ehre allein wir unsere von ihm geschenkten Gaben anwenden. Dieses Bewußtsein ist es, das uns in der ernsten Lage, in die uns die Erklärung unserer Brüder gebracht hat, freudige Zuversicht und die Kraft verleiht, Ihm, unserem verherrlichten Haupt, jedes Opfer zu bringen auf dem Weg, auf dem wir uns von Ihm geführt wissen.

(Aus: Giese, Ernst: Und flicken die Netze. Dokumente zur Erweckungsgeschichte des 20. Jahrhunderts. 2 Aufl. Metzingen: Ernst Franz, 1987. S. 129-133.)

Chr. Krust, der langjährige Präses der ältesten deutschen Pfingstkirche (der sog. Mülheimer Richtung, weil ihr Hauptsitz in Mülheim/Ruhr liegt) nennt diese Antwort eine „Kundgebung“, weil sie auf der „III. Konferenz der Pfingstbewegung“ im Herbst 1909 in Mülheim öffentlich gegeben wurde. (Krust, Christian Hugo: 50 Jahre Deutsche Pfingstbewegung Mühlheimer Richtung. Altdorf bei Nürnberg: Missionsbuchhandlung Pranz, 1958. S. 72.) Die Verfasser sind nicht genannt. Es waren die damaligen geistlichen Leiter der Bewegung und der Konferenz. Krust bedauert, dass ihre Antwort an die Verfasser der BE nie so bekannt wurde wie die „Berliner Erklärung“ selbst (a.a.O., S. 77).

 

3. Die Kasseler Erklärung (1996)

Gemeinsame Erklärung des Hauptvorstandes der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) und des Präsidiums des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP)

Wir sind dankbar, daß nach offenen Gesprächen zwischen Vertretern der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) und des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) Vertrauen gewachsen ist. Nachdem bereits auch an vielen Orten gut zusammengearbeitet wurde, veröf­fentlichen wir gemeinsam
folgende Erklärung:

1. Der BFP bekennt sich uneingeschränkt zur Glaubensbasis der DEA. Christen aus den freikirchlichen Pfingstgemeinden sind bereit, auf dieser biblisch theologischen Grundlage in der DEA mitzuarbeiten und die Gemeinsamkeit des Glaubens in den Mittelpunkt zu stellen. Sie werden unterschiedliche Lehrmeinungen und spezifische Formen der Frömmigkeit innerhalb der DEA respektieren und eigene Unterschiede zu anderen Kirchen und Gemeinschaften um des gemeinsamen Zeugnisses und Dienstes willen in der Allianzarbeit zurückstellen. Das Gebet Jesu um die Einheit seiner Jünger gewinnt für uns auch angesichts der zunehmenden Säkularisierung der Gesellschaft wachsende Bedeutung.

2. Im Hinblick auf die Lehre über den Heiligen Geist und die Praxis der Geistesgaben (Charis­men) betonen DEA und BFP folgende Übereinstimmungen und treten für deren Verkündigung und praktische Umsetzung ein:

2.1. Wir bekennen uns zum dreieinigen Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist zugleich Gottes unverfügbares und unverdientes Geschenk an gerechtfer­tigte Sünder. Wir nehmen diese Gabe demütig und dankbar an.

2.2. Das grundlegende Werk des Heiligen Geistes besteht darin, daß er zur Erkenntnis der Sünde, zu echter Reue und Buße und zum rettenden Glauben an Jesus Christus führt. Der Heilige Geist verherrlicht Christus und bewirkt mit dem Wort Gottes die Wiedergeburt eines Christen. Er rüstet die Gläubigen mit Gaben aus und gibt die Kraft zum Leben in der Heili­gung, wirkt die "Frucht des Geistes" (Gal. 5,22) und bevollmächtigt zum Dienst. Diese Sicht läßt kein mehrstufiges Heilsverständnis zu.

2.3. Wir bejahen die Gnadengaben des Heiligen Geistes und die Dienste, wie sie im Neuen Testament bezeugt werden (1. Kor. 12 und 14 und Römer 12). Diese dienen zur Erfüllung des missionarischen Auftrags, zum Bau der Gemeinde und zur persönlichen Erbauung. Die Praxis der Dienste und Gaben soll von Liebe und Demut geprägt sein. "Einer achte den anderen höher als sich selbst" (Phil. 2,; vergl. auch 1. Kor. 13 in seiner zentralen Bedeutung für die Gabenlehre).

2.4. Die Gabendienste und ihre Träger sind auf Ergänzungen und Korrektur angewiesen. Sie müssen sich am in der Bibel offenbarten Wort Gottes messen lassen. Deshalb dürfen die verschiedenen Geistesgabem (z.B. Zungenreden, Heilungen, Unterscheidung der Geister etc.) nicht höher geachtet werden als die Dienste (z.B. Lehre, Leitung, Evangelisation, Barmherzigkeit etc.).

2.4.1. Prophetie im neutestamentlichen Sinne gibt es sowohl durch vollmächtige Auslegung der Heiligen Schrift in die gegenwärtige Situation von Gemeinde und Welt hinein als auch als geistgewirkte prophetische Rede. Alle Lehre, Weissagung und prophetische Rede ist am Wort der Schrift zu prüfen und zu beurteilen.

2.4.2. Beim Sprachengebet und der Sprachenrede wird die apostolische Ordnung nach 1. Kor. 14 verbindlich anerkannt.

2.4.3. Krankenheilungen sind freie und unverfügbare Geschenke Gottes. Sie weisen zeichen­haft auf den vollbrachten Sieg am Kreuz und auf das kommende Gottesreich hin. Da wir aber "im Glauben und nicht im Schauen" (2. Kor. 4,28) leben, gilt es, in Verkündigung und Seelsor­ge neben der Bitte um Krankenheilung stets deutlich zu machen, daß Gott auch in Zeiten der Krankheit segnen und sich verherrlichen kann.

3. Wir bedauern, daß spektakuläre Erscheinungen, wie z.B. das "Ruhen im Geist", die Aus­treibung sogenannter "territorialer Geister" usw. zur Verunsicherung, Verwirrung und zu Spaltungen in der Gemeinde Jesu geführt haben. Ungeachtet der unterschiedlichen Bewertun­gen im einzelnen sind wir uns einig, daß, um des gemeinsamen Auftrags in der Evangelischen Allianz willen, insbesondere im Zusammenhang von Veranstaltungen, Projekten usw., die im Rahmen und in der Verantwortung der Evangelischen Allianz durchgeführt werden, solche umstrittenen Inhalte keinen Raum finden.

4. Das Präsidium freikirchlicher Pfingstgemeinden und der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz sind bereit, bei sich ergebenden Schwierigkeiten in der praktischen Zusammenarbeit auf örtlicher oder regionaler Ebene an klärenden Gesprächen mitzuwirken.

 

4. Gemeinsame Erklärung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und des Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden zur „Berliner Erklärung“ von 1909

(S: http://www.muelheimer-verband.de/fileadmin/downloads/PDF/Erkl_rung_GV_MV_endg.pdf)

 „Jesus Christus ist uns gemacht von Gott zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung.“ (1. Korinther 1,30) 

Vor 100 Jahren, am 15. September 1909, wurde die „Berliner Erklärung“ verabschiedet. Sie wurde von 56 Persönlichkeiten aus dem Raum der Evangelischen Allianz, darunter mehrere Vertreter des Gnadauer Vorstandes, unterzeichnet. Sie verurteilte die in dieser Zeit entstehende Pfingstbewegung wegen des „falschen Geistes“, der in dieser wirke. Vertreter der Pfingstbewegung antworteten am 29. September 1909 mit der „Mülheimer Erklärung“.

Die unterschiedliche Bewertung der Pfingstbewegung, der in ihr auftretenden Phänomene und der Heiligungstheologie von Jonathan Paul führte schließlich zu einer schmerzlichen Trennung in der erwecklichen Bewegung Deutschlands, die in den folgenden Jahrzehnten an vielen Orten ein konstruktives Miteinander verhinderte. 

Auch wenn die „Berliner Erklärung“ kein Dokument einer bestimmten Institution war, sind der Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband und der Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden in besonderer Weise Nachfolger der damals betroffenen und verantwortlichen Personen. Seit den siebziger Jahren fanden immer wieder wechselseitige Gespräche statt, in denen eine wachsende inhaltliche Annäherung erkennbar wurde.

Die Leitungsgremien beider Bewegungen erklären nun nach erneutem geschwisterlichem Austausch, theologischem und historischem Arbeiten und gemeinsamem Gebet:

Wir erkennen in der „Berliner Erklärung“ wie auch in der Mülheimer Erwiderung ein ernsthaftes geistliches Ringen, in kritischer Zeit Schaden von der Gemeinde Jesu abzuwenden. Diese historischen Dokumente haben jedoch für das gegenwärtige Miteinander von Gnadauer und Mülheimer Verband keine Bedeutung. Wir wissen, dass in der jeweils anderen Bewegung der Geist Jesu Christi wirkt. 

Die Themen der beiden Erklärungen aufnehmend bekunden wir:

  • Wir vertreten gemeinsam eine biblisch-reformatorische Heiligungslehre. Auf der Grundlage der Rechtfertigung durch Christus allein ermöglicht der heilige Geist ein Wachstum in der Heiligung.
  • Wir fördern theologische Arbeit, die uns zu biblisch begründeten Urteilen verhilft. So können wir ungesunden Lehren und Praktiken in angemessener Weise begegnen.
  • Wir ermutigen unsere Gemeinden und Gemeinschaften, nach dem Zeugnis vom Heiligen Geist, seiner Frucht und seinen Gaben zu fragen, entsprechend zu lehren und seiner Kraft zu vertrauen.
  • Wir erbitten Gottes Gnade, die uns zur Heiligen Schrift, zum Erlösungswerk Jesu Christi und zu einem Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes führt. Gemeinsam sehen wir uns besonders durch die missionarische Situation in unserem Land herausgefordert. 

Wir sind dankbar für bereits entstandene Formen der Zusammenarbeit zwischen unseren Gemeinschaften und Gemeinden. Wir wollen diese weiter fördern. Die gemeinsame Basis der Evangelischen Allianz bietet dafür eine tragfähige Grundlage.

„Jesus Christus ist unser Friede.“ (Epheser 2,14) 

Der Vorstand des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes
Die Leitung des Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden


 

Beitrag von:

Gerhard Bially

Düsseldorf, NRW, Deutschland
Charisma-Verlag

Jörg Haustein

London
SOAS, University of London
Zuletzt verändert: 14.05.2013 17:27